Über Mich

Ich kam am 7. Dezember 1974 in Darmstadt als Silke Heinlein zur Welt. Meine Eltern ließen mich die Sportarten ausprobieren für die ich mich interessierte. Über Kunstrad, Handball und Gardetanzen kam ich irgendwann mit 10 zum Reiten – mein Vater hatte mich auf die Longenwarteliste setzen lassen. Im Reitverein an der TH Darmstadt, mittlerweile TU Darmstadt lernte ich das übliche Reiten. In den 10 Jahren die ich Vereinsmitglied war, hatte ich ein Pflegepferd und bekam auf diese Art den Umgang und das Verantwortungsgefühl für Tiere vermittelt.

Dann begann ich meine Lehre als Bauzeichnerin und hatte nur noch wenig Zeit. Der Fairness halber, gab ich meine Pflegschaft für Tom ab, er hatte das Glück kurz darauf Privatpferd zu werden. Auch die wöchentliche Reitstunde gab ich irgendwann auf.

Es folgten 12 pferdefreie Jahre, in denen ich 1997 meinen jetzigen Mann Harald Buchner kennen lernte. An unserem standesamtlichen Hochzeitstag, stieß ich auf eine Suchanzeige für eine Reitbeteiligung.

So begann ich wieder zu reiten. Erst viel im Gelände und dann auch öfter mal in der Halle. Da Gwendolin aber schon über 20 war und auch noch ehemaliges Springpferd mit leicht lädierten Knochen, konnte ich nicht allzuviel mit ihm machen, aber für mich als Wiedereinsteigerin war das gar nicht schlecht. Und dann kam Nanning. Er bekommt natürlich eine Extra-Seite.

Beruflich habe ich mehrere Stellen als Bauzeichnerin gehabt, bis ich über eine CAD-Fortbildung im Öffentlichen Dienst gelandet bin. Mittlerweile bin ich in Bereich infrastrukturelles Gebäudemanagement (IGM) beim Hessischen Immobilienmanagement in Darmstadt tätig.

Neben der Bürotätigkeit habe ich einen bis jetzt kleinen aber feinen Kundenstamm, da die Hufbearbeitung mehr und mehr meine Passion wurde.

2006 begann ich eine Ausbildung beim Barhufinstitut von Detlev Urban. Im Mai 2007 schloß ich die Ausbildung erfolgreich ab.

Wie ich zur Hufbearbeitung kam...

Wie die meisten Pferdebesitzer hatte ich von Hufen keine Ahnung. Als ich meinen Nanning bekam, war er unbeschlagen. Heute weiß ich, dass das für einen Friesen eher untypisch ist, da er einer Rasse angehört die laut „Fachleuten“ normalerweise beschlagen wird. Allerdings hatte er in der Zehenwand des rechten Vorderhufs einen Spalt, der mich leise an einen Kuhhuf erinnerte. Mein damaliger Schmied versprach mir, dass er diesen Spalt wegbekäme.
In der Zwischenzeit bin ich in einen anderen Stall gezogen und habe Nanning dort in einer Gruppen-Lauf-Box untergebracht. In diesem Stall bekam ich Kontakt zu einer Barhufbearbeiterin und ich dachte, wenn mein Pferd schon barhuf läuft, dann sollte er doch auch von einer Barhufspezialistin bearbeitet werden.
Leider konnte Simone nur neue Kunden aufnehmen, wenn sie selber mitarbeiteten. Ich sagte, „ja klar“ und sie sagte „hier hast Du Werkzeug, ich zeige Dir was Du machen sollst.“
Mit der Zeit ging mir die Hufbearbeitung immer besser von der Hand und einige andere Kunden von Simone baten mich zwischendrin mal eben drüberzuraspeln, worin Simone mich unterstützte. Sie drängte mich dazu „die Ausbildung“ zu machen wie sie es nannte und ihr habe ich es letztlich auch zu verdanken, dass ich die Ausbildung gemacht habe.

Aber noch war es nicht so weit. Erst im Mai 2006 hat das mit der Ausbildung geklappt. Zum Glück muß ich sagen. Denn in der Zwischenzeit hat Deltev seine Ausbildungsinhalte überarbeitet und auf eine andere, in den USA erfolgreich praktizierte natürliche Hufbearbeitung umgestellt. Seine 13 in einem großen Bewegungsstall untergebrachten eigenen Pferde waren darüber sehr glücklich, konnten sie jetzt endlich schmerzfrei über jeden noch so fiesen Untergrund laufen als wäre es Gras.

Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Pferde mit nach Natural Hoofcare bearbeiteten Hufen kontinuierlich immer besser laufen. Wichtig hierbei ist allerdings, dass die Pferde in einem Laufstall untergebracht sind, in dem die verschiedensten Böden die Hufe trainieren um fürs Gelände gewappnet zu sein. Außerdem sind die Pferde im Laufstall ständig in Bewegung, da die Wege von Futter zu Wasser zu Ruheplatz im Idealfall recht lang sind. Durch die viele Bewegung wird das Horn zum Wachsen angeregt und hält sich mit dem Abrieb die Waage. Das Resultat sind kompakte, feste, leistungsfähige Hufe, die denen der Wildpferde sehr nah kommen -- Hochleistungsbarhufe eben..

Mittlerweile mache ich mir keine Sorgen mehr welche Wege wir reiten oder wie lange wir unterwegs sind. Die Hufe unserer Pferde halten Tagesritte mit bis zu 30km ohne Probleme aus und so soll das ja auch sein...
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Wir trauen unseren Pferden mit ihren Hufen einfach immer noch viel zu wenig zu..!